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Investitionsbestimmungen

Investitionsbestimmungen

2004 erließ die moldawische Regierung ein Gesetz über Investitionen in Unternehmertätigkeiten. Es definiert ausländische Investitionen und gewährleistet die Rückführung von Gewinnen ins Ausland sowie diverse steuerliche Anreize.

Das Gesetz erlaubt Investitionen in allen Wirtschaftssektoren, sofern sie nicht die staatliche Sicherheit, den Wettbewerb, den Umweltschutz, die Gesundheit der Bevölkerung, die soziale Ordnung und moralische Normen gefährden.

In bestimmten Bereichen müssen ausländische Privatunternehmen eine staatliche Lizenz beantragen. Für ausländische Investitionen in Banken, in Versicherungs-, Energie- und Telekommunikationsgesellschaften sowie in Freihandelszonen gelten Sondergesetze. 

Ausländische Investoren können Anteile an moldawischen Firmen erwerben, diese verkaufen oder vergeben. Unternehmen mit ausländischer Beteiligung und Unternehmen mit einheimischem Kapital sind bezüglich Lizenzen, Genehmigungen und Ähnlichem gesetzlich gleichgestell. 

Ausländische Investoren können Bauland in Städten und Dörfern  erwerben, sie müssen dafür allerdings einen Wohnsitz in Moldova nachweisen. Der Erwerb von Agrarland und Forstflächen durch Ausländer ist nicht möglich, ist jedoch moldawischen Unternehmen mit ausländischer Beteiligung erlaubt.

Als ausländische Investoren gelten  Personen, die Bürger eines anderes Staates oder Staatenlose mit ständigem Wohnsitz in einem anderen Land sind, juristische Personen mit Hauptsitz in einem anderen Land und Organisationen oder Verbände, die auf Grund eines zwischenstaatlichen Abkommens gegründet wurden oder sonstige internationale Rechtssubjekte.

Die Lage für Investoren hat sich seit dem 1. Januar 2008 nochmals verbessert.

In Moldova wurde ein Körperschaftsteuersatz von 0,0 Prozent eingeführt. Zusätzlich bietet die Regierung noch weitere Steuervergünstigungen für Investoren an.

Diese sehen vor, dass es bei einer Mindestinvestition von 250.000 Dollar und einer Reinvestition von 80 Prozent der Ersparnis eine Steuerbegünstigung von 50 Prozent auf fünf Jahre gibt. Die höchste Steuerbegünstigung gibt es bei Investitionen von mindestens 50 Millionen Dollar und in diesem Fall erfolgt eine 100-prozentige Steuerbegünstigung für die Dauer von vier Jahren.

Nach Ablauf der steuerfreien Periode muss der Investor weitere drei Jahre  keine Steuern zahlen, wenn er wiederum mindestens zehn Millionen USD investiert.

Softwareunternehmen genießen eine Steuerbefreiung von fünf Jahren.

Für Klein- und Mittelunternehmen hat der Staat eine Steuerbefreiung für drei Jahre und danach 35 Prozent Steuerreduktion für weitere zwei Jahre vorgesehen.

Diese Begünstigungen gelten aber nicht für Banken, Casinos oder Klein- und Mittelunternehmen mit einer dominanten Marktposition.

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